Inventarisiere alle vorhandenen Kategorien, fasse Dubletten zusammen, streiche veraltete Einträge und sorge für klare Benennungen. Verknüpfe Kategorien mit aussagekräftigen Feldern und festen Eigentümerinnen und Eigentümern, die Qualität regelmäßig prüfen. Ein Praxisbeispiel: Aus 120 verwaschenen Labels wurden 38 belastbare Rubriken, die Reporting und Schulung drastisch vereinfachten. Dokumentiere Beispiele, Anti‑Beispiele und Zuordnungsregeln, damit neue Kolleginnen und Kollegen schnell konsistent entscheiden und Automatisierungen zuverlässig greifen.
Definiere P0 bis P3 mit objektiven Kriterien: Ausfall für viele, Sicherheitsrisiko, Zahlungsblocker, Fristgeschäft oder individuelle Beeinträchtigung. Verknüpfe Prioritäten mit SLAs je Kanal und veröffentliche Erwartungen transparent. Achte auf Prioritätsinflation, indem du klare Eskalationswege statt großzügiger Labels etablierst. Prüfe regelmäßig, ob VIP‑Definitionen, Compliance‑Fälle und Liefertermine korrekt abgebildet sind. So bleibt der Fokus auf kritischen Fällen, und die durchschnittliche Wartezeit sinkt für alle.
Setze auf skillbasiertes Routing, bei dem Sprache, Produktkenntnis und Verfügbarkeit zählen. Kleine Teams profitieren von Pull‑Modellen mit WIP‑Grenzen, größere von klaren Queues mit Fallback‑Regeln. Dokumentiere Übergaben sauber und vermeide unnötige Zuständigkeitswechsel, die Kontext kosten. Ergänze Schulungspläne zur Skill‑Erweiterung und baue Abdeckung für Randzeiten auf. Das Ergebnis ist eine ruhigere Pipeline mit weniger Leerlauf, weniger Nachfragen und zuverlässigeren Lösungszeiten für unterschiedliche Kundensegmente.